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Dupuytren’sche Kontraktur

Die Erkrankung ist benannt nach seinem Erstbeschreiber einem französischen Arzt bereits im frühen 19. Jahrhundert. Es hat sich um eine Knotenbildung in der Hohlhand welche bei unterschiedlicher Wachstumsgeschwindigkeit langsam fortschreitend zu einer vermehrten Krümmung der Finger führt. Wissenschaftlich handelt es sich um eine Zellvermehrung der Hohlhand Sehnenplatte also um einen gutartigen Tumor.

Zunächst macht sich die Erkrankung bemerkbar durch die Knötchenbildung welche in den meisten Fällen völlig schmerzfrei verläuft. Betroffen sind vor allem Männer im Alter zwischen 40 und 70 Jahren. Eine Reihe von Grunderkrankungen begünstigen die Ausbildung der Dupuytren’schen Kontraktur, sehr häufig liegt jedoch auch eine erbliche Belastung vor.

Wir teilen die Erkrankung in unterschiedliche Stadien ein. Im Stadium 0 und I wird zunächst von einer operativen Versorgung abgeraten da es bei einer operativen Versorgung in diesem Stadium sehr häufig zu schnellen Wiederauftreten von Veränderungen kommt (Rezidiv). Bei einer im weiteren Verlauf zunehmenden Streckhemmung der Langfinger in den Grundgelenken und den Mittelgelenken sollten jedoch operative Verfahren zur Anwendung kommen da die Erkrankung (häufig schubweise) weiter fortschreitet und im Stadium IV schließlich oft nicht mehr komplett operativ korrigiert werden kann.

Ziel einer operativen Therapie ist die komplette Wiederherstellung der Funktion Streckfähigkeit und Beugefähigkeit der Finger der betroffenen Hand. Erforderlich ist hierzu ein längerer zickzackförmiger Schnitt in der Hohlhand und beugeseitig an den Fingern um möglichst radikal sämtliche bindegewebigen Stränge zu entfernen. Der Eingriff kann in Plexus- und i.v. Regionalanästhesie durchgeführt werden. Je nach Ausmaß und Stadium der Erkrankung sind auch minimal-invasive Methoden wie eine Nadelfasciotomie oder eine umschriebene Segmentresektion des bindegewebigen Stranges möglich.

Sehr selten ergibt sich die Indikation zur Durchführung einer Kollagenase Behandlung mit einem Medikament welches in einen Teil des Stranges gespritzt wird. Gegenwärtig ist das Medikament jedoch nicht mehr in Deutschland erhältlich und der Eingriff kann nur als Privatleistung (IGEL-Leistung) durchgeführt werden.

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