Tennisarm / Epicondylitis humeri radialis

Beim Tennisarm (auch Tennisellenbogen) sind die Sehnenansätze der Unterarmmuskeln betroffen, die das Handgelenk und die Finger strecken. Diese Erkrankung wird ähnlich wie der Golferellenbogen ebenfalls zu den Enthesiopathien oder Insertionstendopathien gezählt.

Ursächlich ist manchmal eine lokale Überlastung nach einer eher ungewohnten Tätigkeit oder aber auch ein Unfallereignis mit lokaler Schädigung von Gewebe am Epicondylus des Ellbogens.

Die Patienten leiden unter einem lokalen Druckschmerz im Bereich des äußeren Ellenbogens und der betroffenen Muskeln. Zunächst bestehen die Beschwerden nur bei Belastung, in späteren Stadien kann aber schon beim Anheben von leichten Gegenständen oder sogar in Ruhe ein ausgeprägter Schmerz im Arm empfunden werden. Der Arm kann nur noch eingeschränkt bewegt werden. Im fortgeschrittenen Stadium schwindet auch die Kraft im Arm.

Mit Ultraschall kann eventuell der entzündete und verdickte Sehnenansatz dargestellt werden und im Spätstadium werden knöcherne Veränderungen des Knorpels und der angrenzenden Muskulatur im Röntgenbild oder MRT sichtbar.

Grundsätzlich erfolgt zunächst erfolgt die konsequente konservative Therapie mit Ruhigstellung, Salben, Umschlägen und entzündungshemmenden Medikamenten sowie im weiteren Verlauf einer Physiotherapie durch Dehnungstraining und lokalen Massagen (Querfriktionen). Sehr wirksam ist auch eine Therapie (Injektion) mit Eigenblut (ACP). Die ACP Therapie bieten wir seit 2015 in unserer Praxis an.

Bei Versagen der konservativen Maßnahmen empfehlen wir die operative Versorgung. Hierbei wird durch eine Operation die Spannung der Muskulatur effektiv und andauernd vermindert, indem der betroffene Muskel eingeschnitten wird. Ebenso wie beim Golfer Ellenbogen kann auch eine Durchtrennung der überreizten Nerven am Knochenansatz durchgeführt werden, um die Schmerzen zu beseitigen bzw. zu vermindern. Der Eingriff erfolgt in i.v. Regionalanästhesie oder in Plexusanästhesie. Postoperativ erfolgt vorübergehend die Anlage einer Cast-Schiene

In manchen Fällen liegt zusätzlich ein Nervenkompressionssyndrom vor: Beim Tennisarm/Tennisellenbogen des Nervus radialis und beim Golfer Ellenbogen des Nervus ulnaris. Die Nervenkompression kann dann im Rahmen der gleichen Operation entlastet werden.

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